Viele Menschen verbinden Berufsunfähigkeit immer noch mit schweren Arbeitsunfällen oder denken, dass könnte ihnen nur in körperlich anstrengenden Berufen passieren. Dabei sieht die Realität heute ganz anders aus.

Die meisten Menschen werden nicht durch einen spektakulären Unfall berufsunfähig, der vielleicht auf der Baustelle eines Handwerkers passiert, sondern durch Erkrankungen. Und der Hauptgrund sind heutzutage Psychische Belastungen, chronische Schmerzen, Krebs oder andere gesundheitliche Einschränkungen.

Was wichtig dabei ist: Gerade der Hauptgrund Nummer 1, warum Menschen berufsunfähig werden sind Erkrankungen der Psyche. Das betrifft überwiegend Akademiker:innen, keine Handwerker!

Ich zeige dir im Blogbeitrag, warum Menschen in Deutschland berufsunfähig werden und was dabei zu beachten ist.

Was bedeutet eigentlich „berufsunfähig“?

Berufsunfähig bist du, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr usüben kannst und das für mind. 6 Monate.

Der zuletzt ausgeübte Beruf bedeutet, der Beruf den du vor der Berufsunfähigkeit ausgeübt hast.

Zu mindestens 50% bedeutet, dass du nie zu 100% nicht mehr arbeiten können musst, sondern eben nur zur Hälfte. Für Teilzeitangestellte gibt es die sogenannte Teilzeitklausel, d.h. die „Arbeit“ zu Hause gilt auch als Arbeitszeit. So wirst du nicht beanachteiligt.

Und der Prognosezeitraum von 6 Monaten ist ja auch eigentlich klar. Wenn du 6 Monate nicht arbeiten konntest oder schon klar ist, dass du sicher mind. die nächsten 6 Monate nicht arbeiten kannst, kannst du den Antrag auf Leistung aus deiner Berufsunfähigkeitsversicherung stellen.

Wichtig dabei: Deine private Berufsunfähigkeitsversicherung wird dich nicht in einen anderen Beruf verweisen wenn du den Verzicht auf die abstrakte Verweisung in deinem Vertrag mitversichert hast. Das ist bei 99% aller Tarife heute der Fall. Wenn du aber einen recht alten Vertrag hast, der so um die Jahrtausendwende abgeschlossen worden ist, könnte es sein, dass diese Thematik noch nicht in deinem Vertrag enthalten ist.

Auf Platz 1: Psychische Erkrankungen: Der häufigste Grund für Berufsunfähigkeit

Psychische Erkrankungen gehören heute zu den häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit. Wundern tut das sicher niemanden mehr. Hoch ist der Leistungsdruck aber oft auch der gesellschaftliche Druck in unserem Land. Dazu all die Ereignisse der letzten Jahre, eigentlich kamen wir seit 2020 nicht zur Ruhe.

Zu psychischen Erkrankungen zählen zum Beispiel:

  • Depressionen
  • Burnout
  • Angststörungen
  • chronische Erschöpfung
  • Anpassungs- und Belastungsstörungen
  • Austismus
  • ADHS

Das betrifft Menschen in besonders stressigen Berufen mit hohem Leistungsdruck, ständiger Erreichbarkeit und fehlender Erholung. Mir fallen hier sofort einige Berufe ein wie zum Beispiel Pflegekräfte, Ärzte, Lehrer, Unternehmensberater, Marketingfachleute, Selbstständige und viele mehr! Aber auch private Schicksalsschläge können der Auslöser sein.

Dazu kommt, besonders Frauen tragen häufig mehrere Rollen gleichzeitig und sind daher hier mehr gefährdet als Männer:
Beruf, Familie, Care-Arbeit, Organisation, emotionale Verantwortung. Dieser sogenannte „Mental Load“ bleibt oft lange unsichtbar bis Körper oder Psyche irgendwann klare Grenzen setzen.

Es gibt Menschen die meinen, sie könnten niemals wegen Erkrankungen des Psyche berufsunfähig werden. Ich muss da immer mit dem Kopf schütteln. Natürlich können wir durch verschiedene Maßnahmen dafür sorgen, dass es uns und unserem Nervensystem gut geht. Yoga, Spaziergänge, andere Sportarten, Work-Life-Balance, gesunde Ernährung und vieles mehr.

Manche Dinge sind aber nicht in unserer Hand! Wenn ein lieber Mensch aus deinem Umfeld plötzlich und unerwartet verstirbt oder schwer krank wird. Wenn es auf deiner Arbeit einen neuen Vorgesetzten gibt der dir das Leben schwer macht. Wenn du aufgrund Familie und Kinder einfach nicht mehr kannst. Wenn deine Beziehung oder Ehe dich einfach fertig macht. Sexuelle Übergriffe, Stalker. Andere Erkrankungen die zwar ausheilen, dich aber psychisch an deine Grenzen bringen.

Es gibt unfassbar viele solcher Schicksalsschläge und Dinge im Leben, die wir nicht steuern können. Wir haben in unseren Gesprächen zur Berufsunfähigkeit schon so viele traurige Geschichten gehört.

Hier kannst du nachlesen, ob und wie du mit Vorerkrankungen der Psyche noch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen kannst.

Auf Platz 2: Erkrankungen des Bewegungsapparats: Rücken, Nacken und chronische Schmerzen

Auch Beschwerden am Bewegungsapparat gehören seit Jahren zu den häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit. Bis vor ca. 10 Jahren waren sie noch auf Platz 1 der Gründe, warum Menschen berufsunfähig werden. Wurden dann aber durch die psychischen Erkrankungen abgelöst.

Zu Erkrankungen des Bewegungsapparates zählen zum Beispiel:

  • Rückenprobleme
  • Bandscheibenvorfälle
  • Gelenkerkrankungen
  • chronische Schmerzen

Viele denken dabei sofort an körperlich belastende Berufe. Dem ist auch so. Hauptsächlich körperlich tätige Menschen werden aufgrund einer Erkrankung des Bewegungsapparates berufsunfähig.

Natürlich kann es dir als Mensch, der den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt, auch passieren zum Beispiel wegen eines schweren Bandscheibenschadens berufsunfähig zu werden. Hier reicht es ja auch schon, wenn allein der Arbeitsweg vielleicht nicht mehr möglich ist, die Schmerzen eine Konzentration verhindern oder das lange Sitzen einfach nicht mehr funktioniert wie vorher. Mit Erkrankungen des Bewegungsapparats können plötzlich Barrieren auftreten, die man als gesunder Mensch gar nicht auf dem Schirm hatte.

Wenn du in einem körperlich tätigen Beruf arbeitest, kann die Grundfähigkeitenversicherung für dich eine bezahlbare Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung sein. Schau dir hier meinen Beitrag zur Grundfähigkeitsversicherung gerne mal an.

Platz 3: Krebs und andere schwere Erkrankungen

Schwere Erkrankungen wie Krebs sind mittlerweile sehr knapp auf Platz 3 hinter dem Bewegungsapparat. Ich beobachte aber seit einigen Jahren, dass sich dieses Thema leider immer mehr nach vorne schiebt bei den Gründen für eine Berufsunfähigkeit. Ich befürchte es wird nicht mehr lange dauern und die Erkrankungen durch Krebs landen auf Platz 2.

Bei einer Krebserkrankung fallen die meisten Menschen ersmal komplett aus dem Arbeitsleben raus. Untersuchungen, Arztbesuche, Strahlung, Operationen, Chemotherapie. Es ist eine immense Belastung! Und dann schaltet sich hier auch die Psyche ein, denn der ganze Behandlungsmarathon und die Angst machen viele Menschen dann mürbe und zusätzlich noch psychisch krank.

Dazu kommen Konzentrationsprobleme, Nebenwirkungen von Medikamenten und Therapien und körperliche Erschöpfung.

Wer auch immer behauptet, er würde nicht berufsunfähig werden können, da er mit einem Bürojob immer arbeiten könnte, wird bei so einer Erkrankung sicher eines besseren belehrt!

„Was du unbedingt wissen solltest! Berufsunfähig zu sein muss nicht bedeuten, dass du es ein Leben lang bist! Es gibt viele Erkrankungen, da bist du 1 Jahr, 3 Jahre oder 5 Jahre nicht in der Lage zu Arbeiten. Danach dann aber wieder genesen und arbeitsfähig und arbeitswillig. In diesem Zeitraum zahlt dir deine Berufsunfähigkeitsversicherung deine BU-Rente. Wenn du wieder gesund bist und selber entscheidest wieder arbeiten gehen zu wollen und zu können, kannst du das natürlich tun. Die BU-Rentenzahlung wird dann eingestellt und du bist wieder ganz normal versichert!“

Die weiteren Plätze: Unfälle und Herzerkrankungen

Auf den Plätzen 4-6 kommen dann die sonstigen Erkrankungen, Unfälle und Herz- Kreislauferkrankungen.

Viele Menschen glauben, dass die meisten Berufsunfähigkeiten durch Unfälle entstehen. Tatsächlich ist das deutlich seltener der Fall als viele denken. Nur rund 7% der Menschen die berufsunfähig werden, werden es wegen einem Unfall.

Natürlich können schwere Unfälle massive Folgen haben. Insgesamt entstehen die meisten BU-Fälle aber durch Krankheiten nicht durch Unfallereignisse.

Zu den sonstigen Erkrankungen fällt natürlich alles, was wir weiter oben im Beitrag noch nicht thematisiert haben. Und das die Herzerkrankungen mit rund 6% auf dem letzten Platz landen wundert vielleicht viele. Ich denke aber, dass solche Erkrankungen erst nach dem 67. Lebensjahr der Betroffenen auftreten und somit nicht mehr in die Berufsunfähigkeit fallen. Abgesehen davon wird in Deutschland aus meiner Sicht viel für die Herzgesundheit der Menschen getan.

Wie du mit welcher Vorkerkrankung versicherbar bist, haben wir dir im Beitrag „Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen mit Vorerkrankungen!“ zusammengefasst.

Gefährlicher Irrglaube: Im Büro kann ich nicht berufsunfähig werden!

Ein Satz, den wir in Gesprächen sehr häufig hören: „Ich sitze doch nur im Büro. Was soll da passieren?“

Ja du hast recht, bei der eigentlichen Ausübung deines Berufes kann dir nicht viel körperliches passieren. Der Dachdecker kann vom Dach fallen und der Fliesenleger bekommt kaputte Knie. Die Physiotherapeutin bekommt Arthrose in den Händen und die Pflegekraft ist irgendwann komplett körperlich am Ende.

Das kann dir im Büro nicht passieren, max. der Bandscheibenvorfall.

Was aber schnell vergessen wird: Erkrankungen der Psyche, Krebs, neurologische Erkrankungen, klassische Volkskrankheiten wie Diabetes, Fettsotffwechselstörungen, Übergewicht und deren Folgen, Multiple Sklerose, ME/CF, Rheuma und viele andere organische Erkrankungen machen auch vor einem kaufmännisch tätigen Menschen keinen halt!

Der Krebs wird doch niemals sagen: „Hey, du arbeitest nur im Büro, dann tue ich dir nichts!“

Genau das ist einer der größten Irrtümer rund um Berufsunfähigkeit. Denn ein Bürojob schützt nicht vor gesundheitlichen Einschränkungen. Im Gegenteil: Viele Ursachen für Berufsunfähigkeit entstehen unabhängig davon, ob körperlich gearbeitet wird oder nicht.

Hinzu kommt: Viele Tätigkeiten im Büro lassen sich eben nicht einfach „trotzdem irgendwie“ ausüben. Konzentrationsprobleme, Erschöpfung, Depressionen oder chronische Schmerzen können die Arbeitsfähigkeit massiv einschränken, auch ohne körperlich schwere Arbeit.

Kurzer Exkurs: Was passiert eigentlich mit meinem Einkommen bei Berufsunfähigkeit?

Eine Frage, die viele verdrängen weil sie denken: „Der Staat wird schon für mich da sein!“ Deshalb müssen wir uns mal kurz damit beschäftigen, damit du ggf. besser einschätzen kannst, was dann wirklich passiert.

Denn wenn das Arbeitseinkommen plötzlich wegfällt oder deutlich sinkt, hat das oft weitreichende Folgen:

  • laufende Kosten bleiben bestehen,
  • Miete oder Kredit laufen weiter,
  • Kinderbetreuung kostet weiterhin Geld,
  • Rücklagen reichen oft nur begrenzte Zeit.

Wie oben angemerkt, verlassen sich viele Menschen darauf, dass der Staat im Ernstfall einspringt. Tatsächlich reicht die gesetzliche Absicherung aber häufig nicht aus, besonders für junge Menschen und Angestellte mit höherem/hohem Einkommen.

Hinzu kommt: Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente hat andere Voraussetzungen als eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Entscheidend ist dort oft nicht dein bisheriger Beruf, sondern ob du überhaupt noch irgendeiner Tätigkeit auf dem Arbeitsmarkt nachgehen könntest. Der Staat darf dich also immer in einen anderen Beruf verweisen und sagen: „Hey, tut uns leid, dass es als Projektmanagerin nicht mehr geht, machen Sie doch was super einfaches im Büro!“

Ob du dann diese super einfache Stelle im Büro bekommst oder ausüben kannst, interessiert den Staat nicht. Der Staat zahlt dir erst die volle Erwerbsminderungsrente, wenn du in keinem Beruf mehr als 3 Stunden arbeiten kannst. Und selbst wenn du diese Rente bekommen solltest, ist sie meist nur zeitlich begrenzt und viel zu niedrig. Die durchschnittliche Erwerbsminderungsrente liegt bei 1000€ Netto.

Gerade deshalb beschäftigen sich viele Menschen mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung nicht aus Angst, sondern aus dem Wunsch heraus, ihre finanzielle Existenz und ihren beruflichen Status langfristig abzusichern. Und das macht bei Einkommen von 1500€ aufwärts auch Sinn. Je mehr du verdienst, umso wichtiger ist die Berufsunfähigkeitsversicherung für dich!

Einkommenslücken von 1000€ und mehr kann keine für dich schließen!

Wie groß ist mein Risiko berufsunfähig zu werden?

Viele unterschätzen leider immer noch das Risiko berufsunfähig zu werden! Wie oben schon thematisiert, hat man völlig falsche Vorstellungen und Meinungen, um sich vor dem Thema zu drücken.

Glaube mir, jede Woche muss ich Menschen bei uns absagen, dass sie nicht mehr versicherbar sind. Das Problem ist, dass der Großteil sich hätte eher versichern können. Es aber nicht für notwendig gehalten hat. Dann ploppen plötzlich gesundheitliche Themen auf und man bekommt Panik.

„Jetzt muss ich aber doch mal schnell noch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen!“ funktioniert dann bei vielen Menschen leider nicht mehr!

Das Risiko berufsunfähig zu werden ist deutlich höher als du also denkst. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung wird durchschnittlich jeder vierte Arbeitnehmer in Deutschland berufsunfähig!

Die Vereinigung der Deutschen Versicherungsmathematiker hat berechnet. dass eine heute 30jährige Frau eine Wahrscheinlichkeit von 26% hat, berufsunfähig zu werden. Bei einem Mann liegt die Wahrscheinlichkeit bei nur 24%. Berufsunfähig wird man im Schnitt mit 44 Jahren.

Dazu muss ich aber sagen, dass unsere letzten BU-Fälle aus 2026 bis auf eine Person alle deutlich jünger als 44 sind. Ich bemerke, dass die Menschen jünger werden wenn sie berufsunfähig werden.

Kümmere dich also unbedingt so früh wie möglich! Hier nenne ich dir 10 Gründe, warum du deine Berufsunfähigkeitsversicherung so früh wie möglich abschließen solltest.

Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen mit Vorerkrankungen?

Viele Menschen gehen automatisch davon aus, dass sie mit Vorerkrankungen sowieso keine Chance mehr auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben. So pauschal stimmt das aber glücklicherweise nicht.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist auch mit Vorerkrankungen möglich, aber es kommt halt drauf an. Warte bitte daher auf keinen Fall zu lange. Denn manchmal ist es nicht die eine Erkrankung, die zur Ablehnung führt sondern alle Behandlungen und Erkrankungen in Summe. Wenn es zu viel ist, ist es zu viel!

Entscheidend ist also oft:

  • welche Erkrankung vorliegt,
  • wie lange sie zurückliegt,
  • ob Behandlungen abgeschlossen sind

Eine gute Vorbereitung der Krankenhistorie kann deshalb einen großen Unterschied machen. Dazu gehören zum Beispiel:

Schau dir dazu gerne unseren Beitrag „Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Vorerkrankungen“ an. Wir sind darauf spezialisiert und nehmen uns viel Zeit für dich und deine Fragen.

Fazit: Berufsunfähigkeit kann viele Ursachen haben

Berufsunfähigkeit betrifft nicht nur „die anderen“. Und sie hat oft viel weniger mit spektakulären Unfällen zu tun, als viele denken.

Psychische Erkrankungen, chronische Beschwerden oder schwere Krankheiten gehören heute zu den häufigsten Ursachen auch bei jungen Menschen und in Büroberufen.

Sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, bedeutet dabei nicht, ständig vom Schlimmsten auszugehen, sondern den Wert der eigenen Arbeitskraft ernst zu nehmen und diese abzusichern, solange alles gut ist und bevor du die Versicherung brauchst.

Hier kannst du nachlesen, wie die Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung bei uns abläuft.

Psychische Erkrankungen wie Depressionen, Burnout, Angststörungen oder chronische Erschöpfung sind heute die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit in Deutschland. Sie haben Erkrankungen des Bewegungsapparates mittlerweile überholt.

Ja. Gerade Menschen in Büroberufen werden häufig aufgrund psychischer Erkrankungen, Krebs, neurologischer Erkrankungen oder chronischer Schmerzen berufsunfähig. Berufsunfähigkeit hat heute oft wenig mit körperlich belastenden Berufen zu tun.

In der Regel gilt man als berufsunfähig, wenn man seinen zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich für mindestens sechs Monate zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kann.

Die durchschnittliche Erwerbsminderungsrente liegt bei etwa 1.000 Euro netto pro Monat. Die tatsächliche Höhe hängt von den bisherigen Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung ab.

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung wird geprüft, ob du deinen zuletzt ausgeübten Beruf noch ausüben kannst. Bei der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente zählt dagegen, ob du überhaupt noch irgendeiner Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nachgehen könntest.

Statistisch wird etwa jeder vierte Arbeitnehmer im Laufe seines Berufslebens berufsunfähig. Das Risiko wird von vielen Menschen deutlich unterschätzt.

Ja, auch mit Vorerkrankungen ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung oft möglich. Entscheidend sind die Art der Erkrankung, der Behandlungsverlauf und der aktuelle Gesundheitszustand. Eine anonyme Risikovoranfrage schafft hier Klarheit.

Ja. Psychische Erkrankungen gehören zu den häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit. Wenn die vertraglichen Voraussetzungen erfüllt sind, zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung auch bei Depressionen, Burnout oder Angststörungen.

Idealerweise so früh wie möglich. Je jünger und gesünder du beim Abschluss bist, desto größer sind die Chancen auf eine normale Annahme und günstige Beiträge.

Ja. Nicht jede Berufsunfähigkeit besteht dauerhaft. Viele Menschen können nach einer erfolgreichen Behandlung oder Rehabilitation wieder in ihren Beruf zurückkehren. Während der anerkannten Berufsunfähigkeit zahlt die Versicherung die vereinbarte BU-Rente.

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